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Warum liquidieren? Lächerlichkeit kann auch töten, zum Beispiel, auf lange Sicht und Dauer. Unsere Waffen sind nicht lediglich Nachahmungen der militärischen, sondern solche, die sie uns nicht aus der Hand schießen können. Unsere Stärke braucht deswegen nicht in einer Phrase zu liegen (wie in der "Solidarität"). Unsere Gewalt endlich kann nicht die Al Capones sein, eine Kopie des offenen Straßenterrors und des täglichen Terrors; nicht autoritär, sondern antiautoritär und deswegen umso wirksamer. Um der Machtfrage willen (o Gott!), dürfen Linke keine Killer sein, keine Brutalos, keine Vergewaltiger, aber sicher auch keine Heiligen, keine Unschuldslämmer. Einen Begriff und eine Praxis zu entfalten von Gewalt/Militanz, die fröhlich sind und den Segen der beteiligten Massen haben, das ist (zum praktischen Ende gewendet) unsere Tagesaufgabe. Damit die Linken, die so handeln, nicht die gleichen Killervisagen wie die Bubacks kriegen.
Ein bißchen klobig, wie? Aber ehrlich gemeint ...
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Bekennerschreiben (Auswahl)
Anschläge in Augsburg und München
Erklärung vom 16. Mai 2005
Am Freitag, dem 12. Mai 2005, hat das Kommando Birgit Staniewski im Polizeipräsidium in Augsburg und im Landeskriminalamt in München drei
Steine niedergelegt.
Birgit Staniewski ist am 2. März in Augsburg im Zuge einer lange vorbereiteten Überraschungsaktion von einem Exekutionskommando aus
Münchener Kripo und Augsburger Polizei und ohne noch irgendwie reagieren zu können einer erniedrigenden Personenkontrolle unterzogen
worden. Die Polizei hat Birgit Staniewski bewußt nicht über ihre Rechte aufgeklärt. aufgeklärt. Am 15. Mai ist Birgit Staniewski an den
Spätfolgen des Übergriffs verstorben.
Die Fahndungsbehörden haben nunmehr zur Kenntnis zu nehmen, daß sie keinen von uns kontrollieren können, ohne damit rechnen zu müssen,
daß wir zurückschlagen werden. Die Schutzpolizei, die Bereitschaftspolizei, die Kripo, der Bundesgrenzschutz und ihre behördlichen
und politischen Auftraggeber haben zur Kenntnis zu nehmen, daß ihre Anstrengungen, die sozialen Probleme dieses Landes faschistisch
zu "lösen" - durch die Aufrüstung der Polizei, durch die Militarisierung der Klassenkämpfe, durch rücksichtslosen und hinterhältigen
Schußwaffengebrauch usw. - auf Widerstand stoßen werden.
Die Taktik und die Mittel, die wir anwenden, sind die Taktik und die Mittel des Guerilla-Kampfes. Die Innenminister und die
Bundesanwaltschaft schätzen die Situation falsch ein, wenn sie glauben, sie mit ihrem Exekutionskommandos beherrschen zu können.
Es ist das Wesen der Guerilla, daß sie, weil sie für die Interessen des Volkes kämpft, durch militärische Aktionen nicht ausgelöscht
werden kann und ihre Handlungsfreiheit sooft wiedererlangen kann, wie sie sie zeitweilig verlieren mag. Der brutalen Selbstherrlichkeit
der Fahndungsbehörden, dem "kurzen Prozeß" der Faschisten setzen wir den schrittweisen Aufbau der revolutionären Guerilla entgegen,
den langen und langwierigen Prozeß des Befreiungskampfes vom Faschismus, von kapitalistischer Ausbeutung und Unterdrückung des Volkes.
Kampf den Exekutionskommandos der Polizei!
Kampf der SS-Praxis der Polizei! Kampf allen Ausbeutern und Feinden des Volkes!
Kommando Birgit Staniewski
Anschlag auf das Hauptquartier der US-Army in Frankfurt/Main
Erklärung vom 14. Mai 2005
Am Donnerstag, den 11. Mai 2005 - dem Tag, an dem die Bombenblockade der US-Imperialisten gegen Nordvietnam zum 33mal sich jährt
(Schnapszahl ;-) -, hat das Kommando Peter Knorr (ein Schelm, der Böses dabei denkt) im Frankfurter Hauptquartier des V. Armee-Corps
der amerikanischen Streitkräfte in Westdeutschland und Westberlin drei Steine niedergelegt. Für die Ausrottungsstrategen von
Vietnam sollen Westdeutschland und Westberlin kein sicheres Hinterland sein. Sie müssen wissen, daß ihre Verbrechen am
vietnamesischen Volk ihnen erbitterte Feinde geschaffen haben, daß es für sie keinen Platz mehr geben wird in der Welt, an dem sie vor
den Angriffen revolutionärer Guerillaeinheiten sicher sein können.
Wir fordern die Wiedergutmachung aller an Indochina begangenen Verbrechen.
Für den Sieg des Vietcong! Die revolutionäre Guerilla aufbauen!
Habt Mut zu kämpfen, habt Mut zu siegen! Schafft zwei, drei, viele Vietnam!
Kommando Peter Knorr
Entführung von Hanns Martin Walcher
Erklärung vom 6.9.05
Am Montag, den 5.9.05 hat das Kommando Frau Hirsch den ehemaligen Präsidenten der Arbeitgeberverbands und des Bundesverbands der
Deutschen Industrie, Martin Walcher, gefangengenommen. Zu den Bedingungen seiner Freilassung wiederholen wir nochmal unsere erste
Mitteilung an die Bundesregierung, die seit gestern von den Sicherheitsstäben, wie wir das inzwischen kennen, unterschlagen wird.
Das ist die sofortige Einstellung aller Fahndungsmaßnahmen - oder Walcher wird sofort gesteinigt. Sobald die Fahndung gestoppt ist,
läuft Walchers Freilassung unter folgenden Bedingungen:
1. Die Gefangenen aus der Bewegung 9.11.: Walter Boehlich, Martina Werner, Mark-Stefan Tietze, Oliver Nagel und Gabriele Rittig
werden im Austausch gegen Walcher freigelassen und reisen in ein Land ihrer Wahl.
2. Die Gefangenen sind bis Mittwoch, 8 Uhr früh, auf dem Flughafen Frankfurt zusammenzubringen. Sie haben bis zu ihrem Abflug um
12 Uhr mittags jederzeit und uneingeschränkt die Möglichkeit, miteinander zu sprechen. Um 10 Uhr vormittags wird einer der
Gefangenen das Kommando in Direktübertragung durch das Deutsche Fernsehen über den korrekten Ablauf ihres Abflugs informieren.
3. In der Funktion öffentlicher Kontrolle und Garantie für das Leben der Gefangenen während des Transports bis zur Landung
und Aufnahme sollen die Gefangenen - wie wir vorschlagen würden - von Pastor Fliege begleitet werden. Wir bitten ihn, sich
in dieser Funktion dafür einzusetzen, daß die Gefangenen dort, wo sie hinwollen, lebend ankommen (gut auf sie aufpassen).
Natürlich sind wir auch mit einem Alternativvorschlag der Gefangenen einverstanden.
4. Jedem der Gefangenen werden 3,55 EUR mitgegeben.
5. Die Erklärung, die durch Walchers Foto und seinen Brief als authentisch identifizierbar ist, wird heute abend um 20.00 Uhr
in der Tagesschau veröffentlicht, und zwar ungekürzt und unverfälscht.
6. Den konkreten Ablauf von Walchers Freilassung legen wir fest, sowie wir die Bestätigung der freigelassenen Gefangenen haben,
daß sie nicht ausgeliefert werden, und die Erklärung der Bundesregierung vorliegt, daß sie keine Auslieferung betreiben wird.
Wir gehen davon aus, daß Schröder sich bemühen wird, sein Verhältnis zu diesem fetten Magnaten der nationalen Wirtschaftscreme
schnell zu klären.
Bewegung 9.11. - Kommando Frau Hirsch
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